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Oman Mountainbike Tour

from CHF5260CHF4998

Diese einmalige Oman Mountainbike Tour in die Heimat von Sindbad dem Seefahrer wird Sie verzaubern. Dies sind Bike Ferien durch das Land von Sultan Quaboos, faszinierend, spannend und geheimnisvoll! Die  Bewohner erobern die Herzen jedes Besuchers im Handumdrehen. So präsentiert sich der Wüstenstaat Oman auf der nordöstlichen arabischen Halbinsel. Ein ideales Mountainbike Reiseziel, um dem europäischen Winter zu entfliehen, denn es ist nicht zu heiss und nicht zu kalt. Dabei führt Sie diese Oman Mountainbike Tour in abgelegene Regionen in die kaum ein Tourist kommt. Demzufolge erleben Sie die ursprüngliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft für die der Mittlere Osten so berühmt ist.

Wenn Sie Ihr Bike für die Oman Mountainbike Tour verpacken, empfehlen wir Ihnen einen Thule RoundTrip Traveler oder den EVOC Bike Travel Bag XL. Verpackungen aus Karton sind ungeeignet, da sie zu hoch sind. Deshalb finden Sie beide Produkte bei uns im Abenteuer Shop zu günstigen Konditionen. Für die Anreise an den Flughafen Kloten empfehlen wir die SBB, die Tickets kaufen Sie am besten mit der SBB Online App am Reisetag.

Sie werden in diesen Bike Ferien einige steile Höhenmeter und Kilometer bewältigen, bitte beachten Sie unsere Seite für Touren Vorbereitungen. Sie werden auf der gesamten Strecke im Level S1 unterwegs sein.

  • Kunden Bewertungen 5 Reviews
    5/5
  • Ferien-Stil Angebots-Art
    Adventure, Camping, Meer
  • Technischer Level S1
    2/6
  • Gruppen Grösse Kleine Gruppen
    5-10
Alles über das Angebot Oman Mountainbike Tour.

Informationen zur Oman Bike Tour

Eine Tour durch das Land von Sultan Quaboos – faszinierend, spannend, geheimnisvoll!

Ein Mountain-Bike-Reiseziel, ideal, um dem europäischen Winter zu entfliehen, nicht zu heiss, nicht zu kalt.
Mit Bewohnern, die die Herzen jedes Besuchers im Handumdrehen für sich gewinnen. Ein Land voll liebenswürdiger Menschen erwartet Sie, überall wird Ihnen zugewinkt, Sie spüren, Sie sind willkommen. Die Tagesetappen, zwischen 25 und 65 Kilometer auf Schotterstrassen und Wegen, führen unter anderem quer durch das westliche Hajjar-Gebirge. Bei einem Zwischenstopp in der pulsierenden Wüstenstadt Nizwa werden Sie vom grössten Fort des Landes und dem Viehmarkt, auf welchem vom Kamel bis zur Ziege alles angeboten wird, verzaubert. Uns fällt nur der Spruch eines alten Australiers ein, welcher auch für den Oman Gültigkeit hat: «If you never, never go, you never, never know».

Auf einen Blick
Was ist in der Tour inklusive?Im Angebot enthalten sind folgende Punkte.
  • Flug Zürich – Muscat – Zürich
  • Ein erfahrener Guide von Swiss Bike Tours
  • 2 -3 4WD Fahrer
  • In der Wüste übernachten wir im Zelt oder unter freiem Himmel
  • Die Mahlzeiten werden frisch zubereitet oder im Coffi Shop, Restaurant eingenommen.
  • 4 Übernachtungen in Hotels im DZ mit Frühstück, 3 Mittag- und Abendessen, 7 Nächte im Doppelzelt, 1 Nacht im Beduinenhaus inkl. Vollpension
  • Alle Transfers
  • zwei bis drei Begleitjeeps
Was ist in der Tour nicht dabei.Im Angebot sind folgende Punkte.
  • Visa Gebühren
  • Persönliche Ausgaben und Trinkgelder
  • Alkoholische Getränke
  • sämtliche Versicherungen
  1. Tag 1 Reise Tag

    Anreise Zürich Flughafen – Muscat Seeb International Airport Wir fliegen mit einem Linienflug von Kloten nach Muscat, wo wir unsere Zimmer in einem ***Hotel beziehen. Unser Treffpunkt ist 08:00 Uhr im Terminal 2 am Flughafen Kloten

  2. Tag 2 Strecke 11 km / 100 Höhenmeter

    Start der Bike-Tour ins westliche Hajjar-Gebirge. Am Vormittag des zweiten Tages verlassen wir das Hotel mit den Begleitfahrzeugen. Entlang dem Golf von Oman fahren wir Richtung Nordwest. In der Nähe von Ghab starten wir unser Bikeabenteuer Oman. Die Einrolletappe bringt uns in die Ausläufer des westlichen Hajjar, ins erste Wadi (ausgetrocknetes Flussbett) mit dem Namen Wadi Sahtan, wo wir in der Nähe einer Oase übernachten.

  3. Tag 3 Strecke 42 km / 900 Höhenmeter

    Von Wadi zu Wadi auf Wellblechpisten. Am frühen Morgen starten wir auf einer staubigen Wellblechpiste. Danach folgt das Kreuzen einer Hauptstrasse auf Teer und weiter geht’s von Oase zu Oase. Nach einem kleinen Pass erreichen wir das zweite Nachtlager. Die Eindrücke der endlosen Wüstenlandschaft, die immer schroffer wird, begleitet uns während der nächsten Tage stetig. Langsam erhalten wir Einblick in das Leben der Beduinen in den Oasen oder den kleinen Ortschaften. Am Abend werden wir sicher von einigen Einheimischen Besuch erhalten.

  4. Tag 4 Strecke 56 km / 700 Höhenmeter

    Die Strasse hört auf, der folgende erste Pass ist trotz allem schnell erklommen. Auf abgelegenen Teerstrassen rollen wir durch eine einmalige Landschaft. Ein früher Halt bei einem Coffee Shop bringt Abwechslung. Ein kleiner Service am Bike hilft beim Weiterrollen bis zu einem Pass mit fast keinem Verkehr. Kaum ist die höchste Stelle erreicht endet die Strasse auch schon. Eine einmalige Aussicht auf eine schwarze Gebirgskette eröffnet sich uns. Nun folgt eine Abfahrt, die es in sich hat.

  5. Tag 5 Strecke 35 km / 500 Höhenmeter

    Die Abwechslung macht es aus. Der Tag beginnt mit einem kurzen Stück auf Asphalt gefolgt von einem staubigen Anstieg. Weiter geht es wieder auf Asphalt nach Al Hamra in eine der grössten Oasen im Oman. Nach dem Verladen der Bikes geht es weiter nach Nizwa ins Hotel.

  6. Tag 6 Ohne Bike.

    Viehmarkt in Nizwa. Auch wenn wir einen Ruhetag haben, wir stehen trotzdem früh auf, damit wir den Viehmarkt von Nizwa erleben. Heute tauchen wir mit allen Sinnen in das pulsierende Leben der Einheimischen ein! Das geschäftige Treiben ist schwer zu beschreiben, man muss es riechen, hören und schmecken, also einfach erleben.

  7. Tag 7 Ohne Bike.

    Kamele. Nach dem Besuch eines ultramodernen Einkaufszentrums fahren wir mit den Begleitfahrzeugen an den Rand der Wahiba Sands, wo wir auf Kamele umsteigen. Nach geraumer Zeit erreichen wir das Palmwedelhaus einer Beduinenfamilie, die uns herzlich für die Nacht aufnimmt.

  8. Tag 8 Strecke 28 km / 200 Höhenmeter

    Baden und Biken Am Morgen, angekommen an den Granitpools, geniessen wir ein Bad im ca. 25°C warmen Quellwasser. Wieder auf dem Bike, erkunden wir die Ausläufer der Wahiba. Wir folgen dem nächsten Tal und verlassen die Zivilisation Meter für Meter.

  9. Tag 9 Strecke 45 km / 600 Höhenmeter

    Die Ebene. Eine endlos erscheinende Ebene, die Berge wollen nicht näher kommen. Am Rande des Gebirges folgt eine Abfahrt ins gewaltige Wadi Khabba, wo wir in einem Coffee Shop ein gutes Arabisches Sandwich essen. Nun geht’s noch einmal talaufwärts bis zu einem geeigneten Übernachtungsplatz. Auffällig ist, es gibt kaum noch Touristen in dieser abgelegenen Gegend.

  10. Tag 10 Strecke 28 km / 1300 Höhenmeter

    Die Rampe in drei Stufen. Eventuell begleitet uns ein kleines Rinnsal durchs Wadi Khabba. Der Anfang der Tagesetappe kann, obwohl nicht steil, sehr anstrengend sein. Nun wird die Landschaft schroff und unübersichtlich. Die Strapazen der folgenden drei oder vier steilen Rampen auf eine Hochebene werden immer wieder mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Über diese endlose Hochebene mit einem stetigen Auf und Ab geht es weiter. Wo fängt sie an, wo hört sie auf? Übernachtet wird in einem engen, rauen Tal, das uns gegen allzu starken Wind schützt.

  11. Tag 11 Strecke 58 km / 1200 Höhenmeter

    Wellblechpisten, Rampen und Meer. In einem stetigen Auf und Ab geht es weiter hoch bis auf 2050 m.ü.M. Zur Linken sehen wir von Zeit zu Zeit den Golf von Oman in seiner prachtvoll tiefblauen Farbe. Tendenziell geht es nun nur noch abwärts bis ans Meer, wo wir ein erfrischendes Bad nehmen. Übernachtet wird direkt am Meer auf einem Kieselstrand. Das Nachtessen am Strand ist immer etwas ganz Besonderes.

  12. Tag 12 Ohne Bike.

    Sonnenaufgang am Meer. Durch die Brandung erwachen und den letzten Kaffee am Boden sitzend geniessen! Heute verpacken wir unsere Bikes und fahren zurück nach Muscat, wo wir unsere Hotelzimmer beziehen. Am Abend besuchen wir den Souk, um letzte Einkäufe zu tätigen. Damit wir die vergangenen Tage noch einmal an uns vorbei ziehen lassen können, geniessen wir ein exzellentes Essen beim besten Inder in Muscat.

  13. Tag 13 Pool und Nacht-Flug

    Entspannen und Heimflug. Heute geniessen wir den Strand und die Poolanlage unseres einmaligen Hotels. Nach dem Checkout besuchen wir das grösste Einkaufszentrum in der Nähe des Flughafens, dann heisst es bye bye Oman. Muscat Seeb International Airport – Zürich Airport.

  14. Tag 14 Ankunft (Nacht-Flug)

    Ankunft Landung in Zürich ca. 06:30 Uhr

    Ferienverlängerungen im Oman sind bei frühzeitiger Anfrage möglich.

    Alle Bike-km und Hm-Angaben sind ca.-Angaben! In den gewaltigen Wadis werden die Schotterpisten nach jeder Regenzeit wieder neu angelegt. Diese führen nicht immer auf direktem Weg ans Ziel, deshalb verwenden Sie diese Zahlen nur als Richtwerte.

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Zelt, Beduinen Hütte und Hotels

Das Erste Hotel nach der Ankunft in Muscat ist nach europäischem Standard mit *** Sternen ausgezeichnet. Danach folgen 3 Nächte im Doppel-Zelt. Die Zelte sind für 3 Personen ausgelegt werden allerdings nur zu zweit belegt. Jeder Gast erhält eine 8 cm dicke Schaumstoffmatte. In in der nähe von Nizwa sind wir für 2 Nächte in einem lokalen Hotel untergebracht. Danach sind wir für eine Nacht Gast bei einer Beduinen Familie in Ihrer Palm-Wedel-Hütte inmitten der Wahiba Sands. Die nächsten 4 Tage verbringen wir wieder im Doppel-Zelt. Zum Abschluss in Muscat nächtigen wir in einem luxuriösen Hotel aus 1001 Nacht.

  1. Wie viel im Voraus soll ich meinen Urlaub buchen?

    Wir empfehlen Ihnen unsere Ferienangebote im Minimum 6 Monate im voraus zu Buchen! Für unsere Wochenenden empfehlen wir im Minimum 4 Monate im voraus zu buchen! Viele unserer Ferienangebote sind weit im Voraus ausverkauft, so ist es clever sich eine Platz nach Ihren Wünschen durch frühzeitiges Buchen zu sichern. Wir bieten ihnen einen Early-Bird Rabatt für frühzeitiges Buchen. Sichern Sie sich Ihren 5% Discount durch eine rechtzeitige Buchung. Besuchen Sie unser Produkt Seiten.

  2. Wie kann ich mein Angebot buchen?

    Sie können sich Ihren Reise-Platz sichern, indem Sie auf den Schaltknopf „Jetzt Buchen“ drücken. Den Schaltknopf finden Sie auf unseren Produkt-Seiten. Ein Vorteil für unsere langjährigen Kunden, Sie dürfen uns anrufen. Wir erledigen den Rest. (+41 44 950 59 77) Ein Deposit sichert Ihren Platz die Restzahlung erfolgt 2 Monate vor dem Reisestart. Ihre Depotzahlung für Wochenenden oder Wochen Touren ist 14 Tage lang gesichert und rückerstattbar. In dieser Zeit können Sie Ihre Ferien planen, Ihre Anreise buchen etc…
    Für Tageskurse ist der Betrag sofort fällig.

    Für weitere Details lesen Sie die Allgemeinen Vertrags Bedingungen.

  3. Welche Technik Skala verwenden Sie?

    Level

    Die Singletrail-Skala unterteilt sich in die drei Schwierigkeitsklassen Leicht, Mittel und Schwer.

    Diese Schwierigkeitsklassen orientieren sich dabei an dem Fahrkönnen eines durchschnittlichen Bikers mit einem technisch aktuellen Mountainbike.

    Zur konkreten Klassifizierung und genaueren Differenzierung der Trails (und Schwierigkeitsklassen) werden sechs relativ gut voneinander abgrenzbare Schwierigkeitsgrade (S-Grade) von S0 bis S5 herangezogen.

    Die Skala unterteilt sich in die drei Schwierigkeitsklassen Leicht, Mittel und Schwer. Leicht, bedeutet fahren ohne Stützräder, Schwer, kann auch mit unfahrbar bezeichnet werden.

    Die Schwierigkeitsklasse Leicht umfasst die Grade S0 und S1, Mittel wird durch S2 definiert und Schwer beinhaltet alle darüber hinausgehenden S-Grade.

    Die Einstufung des Singletrails erfolgt ausschließlich auf Grundlage möglichst objektiver Wegcharakteristika unter idealen Randbedingungen wie ausreichendes Tageslicht und trockenem Untergrund. Die Einstufung ist damit unabhängig von fahrtechnisch nicht beeinflussbaren bzw. subjektiven und variablen Faktoren wie z. B. …

    • dem Gefahrengrad (Absturzgefahr),
    • dem Wetter (Nässe, Wind, Nebel und Schnee),
    • den Lichtverhältnissen oder
    • der Fahrgeschwindigkeit.

    Bei der Orientierung nach S-Graden ist daher zu beachten, dass sich der fahrtechnische Anspruch beispielsweise durch schlechte Witterungsverhältnissen oder schnelleres Tempo deutlich nach oben verschieben kann.

  4. Wie technisch ist die Reise?

    Der Schwierigkeitsgrad jeder Tour ist unterschiedlich. Sie können die Bewertung auf jeder Produkt Seite unter Aktivitäten Level von S0 bis S5 finden, zudem sind im Reiseplan die ungefähren Distanzen und Höhenmeter angegeben. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Skills und Fitnes Level. Bitte lesen Sie diese Seite gewissenhaft durch!

  5. Wie fit muss ich für diese Reise sein?

    Der Schwierigkeitsgrad unserer Reisen Variiert, bitte prüfen Sie unsere Angaben auf den jeweiligen Produkte-Seiten, Sie finden Angaben zum Aktivitäten Level und im Reise Plan angaben zu den Distanzen und Höhenmetern.

    Es wird immer schnellere und langsamere Biker geben, im generellen versuchen wir durch die Ausschreibung einen Ausgleich zu schaffen. Im weiteren, sollte aber beachtet werden, dass es sich um ein gemeinsames Erlebnis handeln soll. Es ist nicht das Ziel Kilometer und Höhen Meter auf Teufel komm raus zu absolvieren. Wir warten auf einander und haben Zeit die Aussicht zu geniessen und da und dort ein Foto zu machen. Sie haben das absolute Vergnügen auf Ihrer Reise, wenn Sie gut vorbereitet und trainiert sind. Sie erhalten nach der Buchung Unterlagen zu Ihrer Reise, die auch Vorschläge für Ihr Training beinhalten.

    Bitte lesen Sie unsere Level und Fitness Beschreibung für mehr Informationen.

  6. Visa Bestimmungen

    Ab dem 21-3-2018 können Sie nur noch mit einem gültigen Visum in den Oman einreisen. Anträge für Tourist Visa können dann nur noch über die Webseite der Royal Oman Police beantragt werden. Bitte beantragen Sie bevor Sie bei uns Buchen ein Visa, wenn Sie dies erhalten haben können Sie bei uns die Reise Buchen. https://evisa.rop.gov.om

  7. Was ist wenn ich Solo reise?

    Wir haben viele Solo Reisende. Sie werden viele grossartige Personen von der ganzen Welt kennen lernen. Solo Reisende werden paarweise in Doppelzimmer untergebracht. Wir achten darauf, dass die Geschlechter zusammen passen. Als Option gegen Aufpreis bieten wir auf fast allen Reisen Einzelzimmer oder Einzelzelte solange verfügbar an

  8. Kann ich auf der Reise spezielles Essen buchen?

    Auf dieser Reise können wir nur normales und vegetarisches Essen anbieten.

  9. Soll ich mein eigenes Bike mit nehmen oder soll ich eines mieten?

    Wir stellen an dieser Destination keine Miet-Bikes zur Verfügung.

  10. Reisen mit dem eigenen Bike?

    Wenn Sie mit Ihrem Bike reisen, ist dies einfacher als man denkt. Die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an den internationalen Flughäfen machen es jedoch erforderlich, dass Sie sich an Vorgaben halten. Für unsere Internationalen Touren in den Oman oder nach Lesotho, ist folgendes zu berücksichtigen. Die Masse des Bike-Kartons oder des Bike-Koffers dürfen unter keinen Umständen höher als 85 cm und länger als 135 cm sein. Grössere Gepäckstücke passen am Eingangszoll im Oman und im Ausgangszoll in Lesotho nicht durch die Röntgenanlage. Halten Sie sich daran, ansonsten wird Ihr Gepäck im Oman nicht eingeführt oder bleibt in Lesotho zurück.
    Wir empfehlen Ihnen zum besseren Schutz und problemlosen Transport Ihres Bikes und wenn Sie vorhaben mehr als einmal mit dem Mountainbike die Ferien zu verbringen, in einen Bike-Koffer zu investieren. Unsere Guides haben sehr gute Erfahrungen mit folgenden Produkten gemacht:
    EVOC bike bag | DAKINE bike bag | THULE bike case
    Wie man ein Bike in einem Bike Koffer verpackt sehen Sie in diesem Thule Video!

  11. Bike Haftungsausschluss

    Transportschäden und Diebstahl von (Miet-) Bikes. Swiss Bike Tours haftet nicht für auf Transporten (Zug, Schiff, Flugzeug und Bussen usw.) entstandene Schäden am Fahrrad, ebenso nicht bei Diebstahl des Fahrrads unterwegs. Die Teilnehmer/innen müssen Ihr Fahrrad privat versichern. Insbesondere haftet der/die Teilnehmer/in auch bei Beschädigungen oder Verlust des bei Swiss Bike Tours geliehenen Mietmountainbikes. Wir empfehlen den Abschluss einer Reisegepäckversicherung und eine Mobi-High-Tech-Vollkasko-Versicherung für Ihr Fahrrad.

  12. Welches Bike ist ideal für diese Reise?

    Für diese Tour ist ein leichtes All-Mountainbike oder ein Cross Country Bike mit mindestens 120mm Federweg vorne und hinten die richtige Wahl. Eine absenkbare Sattelstütze wird empfohlen.

  13. Was ist die Ideale Bereifung?

    Mit leichtesten MTB-Reifen haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Unsere Guides fahren Continental Race King ProTection Reifen oder Continental Mountain King ProTection Reifen, immer in der Version ProTection. Maxxis High Roller’s sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Wir bitten unsere Kunden mit gut gewarteten Bikes und mit guten MTB-Reifen an unsere Anlässe zu kommen, damit der Gruppe lange Wartezeiten wegen Reparaturen erspart bleiben.

  14. Brauche ich Protektoren und Helm?

    Leichte Knie-Protektoren sind geeignet. Viele unserer Guides verwenden von G-Form den PRO X Knee Pad. Ein Helm ist obligatorisch genauso wie Handschuhe. Eine Brille ist sehr empfehlenswert.

  15. Wie ist das Wetter und welche Kleidung benötige ich?

    Das Wetter im Oman ist generell warm, kann aber im Gebirge richtig kalt werden. Allgemein sind die Abende warm.  Im Gebirge ist es leicht möglich, dass die Temperaturen am Abend unter 10 Grad fallen. Nehmen Sie darauf Rücksicht beim Packen. Während des Tages erwarten wir Temperaturen zwischen 20 und 30 °C.

  16. Wo ist der Start Punkt?

    Unser Guide wird Ihnen beim Check In am Flughafen Zürich 3 Stunden vor Abflug behilflich sein.

  17. Wie ist der Flughafen Code von Zürich?

    Der Flughafen Zürich hat das Kürzel ZRH

  18. Flüge von zuhause an den Start Punkt und zurück?

    Wir buchen keine Flüge für unsere internationalen Gäste vom Wohnort zum Startpunkt und zurück.

  19. Kann ich Optionen buchen?

    Wir offerieren viele Optionen zu unseren Touren damit Sie das Beste für sich auswählen können. Von Einzelzimmer zu Transfers und Verlängerungen ihres Aufenthaltes. Es gibt viele Optionen die helfen sollten, dass Sie das beste Erlebnis wie nur möglich haben werden.
    Um Ihre Optionen zu buchen, wählen Sie diese bitte in Ihrem Warenkorb aus.

  20. Urlaub Verlängerung

    Viele Kunden verlängern ihre Ferien auf unseren Internationalen Reisen. Wir machen es Ihnen einfach, nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir können Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung sicher weiter helfen. Kontaktieren Sie uns per Email: info@swissbiketours.com

  21. Generelle Packliste

    Wenn Sie bei uns gebucht haben, erhalten Sie mit den Unterlagen eine ausführliche Packliste zugesandt. Hier stellen wir Ihnen eine Generelle Packliste zur Verfügung.

  22. Werkzeug und Ersatzmaterial

    Wir empfehlen Ihnen folgendes auf die Tour mitzubringen. Ihr Guide wird den Rest mit sich führen oder im Hotel in einer Werkzeugkiste dabei haben:

    • Multitool (mit Kettennieter)
    • Reifen Heber
    • 2 Ersatz Schläuche
    • 1 kleine Pumpe
    • 1 Schaltauge/Ausfallende für Ihr Bike
    • 1 Satz Bremsbeläge für vorne und hinten
    • Eventuell seltene Teile die man nicht in jedem Bike Shop bekommen wird. (Shimano bekommt man auch im Ausland fast immer aber Magura Bremsbeläge nicht).
  23. Waschgelegenheit für Ihre Kleider

    Sie können in der Mitte der Reise Ihre Kleider im Hotel selbst auswaschen.

  24. Internet

    WIFI steht Ihnen in den Hotels zur Verfügung oder Sie verwenden Roaming.

  25. Impfungen

    Für Auslandsreisen sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und sich von Ihm beraten lassen. Im Oman ist eine Tetanus-Impfung üblich.

  26. Welche Währung wird im Oman verwendet?

    Im Oman werden Omanische Rial verwendet (OMR). Für Reisen ins Ausland geben wir Ihnen nach Ihrer Buchung detaillierte Angaben über die Möglichkeit Geld zu wechseln.

  27. Stornierung

    Bitte beachten Sie unsere Annulationsbedingungen in den AGB’s.

  28. Reiseversicherung

    Eine Reise Versicherung die Krankheit, Spital-Aufenthalt, Reiseunterbuch und Rückführungskosten bezahlt, ist neben einer Annullationskostenversicherung zwingend. Wenn Sie bereits eine Reise Versicherung besitzen, überprüfen Sie bitte folgende Punkte:
    a) Sind Rückführungen (e.g. air evacuation) und Spital Kosten in Ihrem Reiseziel gedeckt?
    b) Sind Mountain Bike Reisen gedeckt? (es gibt Versicherungen die Mountain Biking als „Extremsport“ klassieren und dies nur gedeckt ist, wenn Sie es zusätzlich versichern).
    c) Annullationskostenversicherung bis zu 100% von ihren Reisekosten
    Zusätzlich empfehlen wir Ihnen folgende Versicherungsdeckung abzuklären:
    • Ausrüstungsversicherung für verspätetes eintreffen am Zielort, Verlust, Diebstahl und Beschädigung (wenn Sie mit ihrem eigenen Bike reisen)
    • Reiseunterbruch bis zu 100% Ihrer Reisekosten
    • Medizinische Kosten bis zu CHF 50’000 oder höher
    • Medizinischer Notfall Transport bis zu CHF 1’000’000 oder höher
    Bitte beachten Sie, dass unsere Annulations- und Versicherungs-Regeln strikt gehandhabt werden. Wenn Sie sich entschliessen ohne diesen Versicherungsschutz mit uns zu Reisen und es geschieht etwas, kommen Sie nicht zu uns um über Rückerstattung zu diskutieren.

    Für Reisende aus der Schweiz empfehlen wir als Reiseversicherung die Mobiliar. Informationen zur Versicherung finden Sie hier. Bitte Klicken Sie hier für mehr Informationen.
    Wenn Sie die Versicherung direkt abschliessen möchten, können Sie dies über den direkten Zugang hier. Bitte Klicken Sie hier für den direkten Zugang.

    Für Reisende die nicht aus der Schweiz kommen, empfehlen wir World Nomads.
    Reisende aus den U.S. empfehlen wir Global Rescue (Individual Medical Plan with Signature Travel Insurance Plan)
    Eine andere Option für Reisende aus den U.S. können wir Travelex empfehlen (we suggest the Travel Select Plan with the Adventure Plus Pak).

  29. Nofall Kontakt

    Wenn Sie gebucht haben, erhalten Sie alle Informationen wie Ihre Familienmitglieder Sie erreichen können.

  30. Notfall Situationen

    Unsere Guides haben alle ein fundiertes Wissen über die Erstversorgung bei Notfällen. Sie haben eine umfangreiche Notfall-Apotheke in Ihrem Rucksack dabei.

    Seien Sie versichert, dass Ihre Sicherheit unser oberstes Ziel ist. Während der Reise schätzt der Guide die Trails laufend ein und ändert wenn notwendig die Route um Gefahren zu minimieren. Wenn trotz allen ein Unfall geschehen sollte, werden sich Ihre Guides erstversorgen und die die weiteren notwendigen Schritte professionell einleiten. Wenn ein Notfall eine Evakuierung notwendig macht, hat Ihr Guide die notwendigen Informationen über die zur Verfügung stehende Rettungskette, die in der nähe liegenden Spitäler und weiss, wie eine Alarmierung abgesetzt werden kann.

  31. Sicherheit im Oman

    Der Oman gilt als sehr sicheres Land. Wie immer, so auch im Oman sollte man sich an gewisse Regeln halten. Um Ihre Sicherheit zu erhöhen bitten wir Sie Ihren „Guten Menschen Verstand“ einzusetzen und Vorsicht walten zu lassen. Wir bitten Sie sich an die jeweilige Reise Arrangements zu halten und unbekannte Gegenden nicht selbst zu erkunden. Wir empfehlen Ihnen auch Schmuck weitgehend zu verzichten und Ihre Wertsachen im Hotelsafe zu verwahren. Bewahren Sie immer eine Kopie von Ihrem Pass, Flugticket, Traveler Checks, Kredit Karten Nummer separat von Ihren Originalen auf.

  32. Trinkgelder

    Es steht Ihnen frei, wenn Sie mit den Leistungen unserer Guides/Fahrer zufrieden waren, Ihnen ein Trinkgeld zu überreichen. Für die Trinkgelder im Oman erhalten Sie nach der Buchung entsprechend detaillierte Angaben.

Overall Rating
5/5
Günter Kast
Reviewed On 15/04/2019
5/5

Bikemärchen aus 1001 Nacht Text Günter Kast World of Mountain Biking SONNE TANKEN, ZIEGEN VERMÖBELN UND EIN BISSCHEN STAUB SCHLUCKEN: EINE BIKETOUR DURCH DAS HAJJAR-GEBIRGE IM SULTANAT OMAN IST EIN EXOTISCHES ABENTEUER UND EIN MÄRCHEN AUS 1001 NACHT – IN EINER DER FASZINIERENDSTEN ECKEN DER ARABISCHEN HALBINSEL. Was, es wird doch nicht etwa…? – Oh doch, es wird! Und zwar schneller und stärker, als wir das je für möglich gehalten hatten. Die dunkle Blumenkohl-Wolke über den Gipfeln des westlichen Hajjar-Gebirges war also keine Fata Morgana, das Donnergrollen mitnichten der Lockruf eines Kamelhengstes. Schnell bauen wir unsere Zelte auf und verziehen uns ins Trockene, während der Regen schon auf die Zeltwände prasselt. Auf einmal sind wir froh, dass sich unser Nachtlager auf einer Anhöhe über dem Wadi befindet, wie die ausgetrockneten Flussbetten in Wüstengegenden genannt werden. Noch vor wenigen Minuten hatten wir den sorgenvollen Gesichtsausdruck unseres Guides Peter als über- trieben abgetan. Der Spruch „Es sind schon mehr Menschen in der Wüste ertrunken als verdurstet“ klang uns allzu klischeehaft. Jägerlatein eben, eine Anekdote, nicht ganz ernst gemeint. Später klart es wieder auf, und wir genießen auf einer Bastmatte Fladenbrot und Hummus, das im Orient so beliebte Kichererbsenmus. Dazu trinken wir Tee – den Rotwein denken wir uns dazu. Doch das macht nichts, denn erstens haben wir in weiser Voraussicht eine Flasche besten Walliser Birnenschnapses zwischen Isomatten und Schlafsäcken ins Land geschmuggelt. Und zweitens sind die Sternschnuppen und das Meer funkelnder Sterne am Firmament das beste Kino und die stärkste Droge, die man sich vorstellen kann. Der Flutalarm ist fürs Erste abgesagt. Doch diesmal hören wir aufmerksam zu, als uns Peter erzählt, welch’ zerstörerische Kraft das Wasser im Wüstenstaat Oman entwickeln kann. Vor Jahren habe er eine Singletrail-Tour durch das Wadi Bani Khalid gescoutet: „Ein Traum von einer Abfahrt, unendliche Kilometer feinster Bike-Wege, die nach vielen Kilometern an natürlichen Granitpools enden, wo türkisfarbenes Wasser zum Baden einlädt“, schwärmt er. Nach dem Taifun, der Oman vor drei Jahren heimsuchte, sei davon nicht viel übrig geblieben. Lastwagen-große Felsklötze versperrten den Weg, an ein Durchkommen sei nicht mehr zu denken. Zum Glück gibt es im Sultanat viele andere Pisten, die entdeckt werden wollen. Die meisten Besucher glauben, die abenteuerlichste Art, das Land zu erkunden, sei, in einen Landcruiser zu steigen und sich auf den Weg zu machen. Das ist nicht ganz richtig. Noch besser ist es, sich in einen Sattel zu setzen und in die Pedale zu treten. Die Idee dazu trug der Ex-Microsoft-Manager Peter Wermelinger schon lange mit sich herum. Bereits in jungen Jahren war der Schweizer in fast sämtlichen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens unterwegs, um Maschinen in Betrieb zu nehmen und das Personal vor Ort zu schulen. Er kennt die Mentalität und die Eigenheiten der ara- bischen Völker. Nur Oman war ihm damals ver- schlossen geblieben. Das Land hatte gerade erst begonnen, sich für Ausländer zu öffnen, nachdem Sultan Qaboos seinen rückständigen Vater 1970 aus dem Amt und ins Exil gejagt hatte. Seither hat sich das ölreiche Sultanat zu einem Vorzeigestaat der arabischen Welt entwickelt: mit freundlichen, aber gleichzeitig zurückhaltenden Menschen, frei von Al-Qaida-Zellen und gesegnet mit einer atemberaubend schönen Natur. Auf der größtenteils flachen und von Sandwüsten bedeckten arabischen Halbinsel bietet Oman darüber hinaus Mountainbike-Fahrern das, was man neu- deutsch ein Alleinstellungs- merkmal nennt: Berge, richtig hohe Berge sogar. Auf mehr als 3.000 Meter steigt das Hajjar an. Es ist durchzogen von Pisten für Allradfahrzeuge, die wie geschaffen sind für Bike- Touristen. Sie führen an tief eingeschnittenen Schluchten entlang und an von Dattelpalmen gesäumten Oasendörfern mit ihren weit verzweigten, Jahrhunderte alten Bewässerungskanälen. Wenn wir dort mittags Rast machen, erregen wir kaum Aufsehen – auch nicht in kurzen Bikehosen und kurzärmeligen Trikots. Uns umlagern auch nicht Horden von Kindern, denn die sind um diese Zeit allesamt noch in der Schule. Selbst aus den Dörfern entlegener Wadis werden Jungen und Mädchen mit dem Landcruiser zur Schule gekarrt und wieder abgeholt. Und: Es gibt keine Hunde, die es auf unsere Waden abgesehen haben, weil sie im Islam als unrein gelten. Dafür aber Ziegen. Freche Ziegen, stinkende Ziegen. Vor ihnen ist nichts sicher. Weder unsere getrockneten Datteln, noch unsere Lenkergriffe. Peter zieht einem allzu forsch auftretenden Geißbock eine leere Wasserflasche aus Plastik über, um ihn zu verscheuchen. Der bleibt jedoch ungerührt wie ein Preisboxer stehen, als wolle er sagen: Kannst du wirklich nicht fester zuschlagen, armer Kerl? Sultan und Maaleek, unsere omanischen Begleiter, schütten sich fast aus vor Lachen, als sie unseren Kalten Krieg mit den Ziegen beobachten. Überhaupt finden sie die Idee, den Oman per Velo zu bereisen, vorsichtig gesagt „ungewöhnlich“. Maaleek hält es mit Churchill – „no sports“ – und trägt seinen Kugelbauch mit einigem Stolz vor sich her. Alle Versuche, ihn aufs Rad zu locken, scheitern kläglich. Aber die beiden sind immer gut gelaunt und spielen mit den europäischen Gästen Uno, wobei Schlitzohr Maaleek schummelt, dass sich die Dattelpalmen biegen. Außerdem sind die beiden nachsichtig, wenn wir abends am Feuer die Schnapsflasche kreisen lassen. Gelegenheit, den Restalkohol im Blut zu bereuen, haben wir bereits am nächsten Vormittag. Nach gemütlichen Einroll-Etappen geht es richtig zur Sache: Giftig steile Rampen zwingen uns aus dem Sattel, und wir schlucken so viel Staub, dass wir es mit jeder Raucherlunge aufnehmen könnten. Dazu steigen die Temperaturen selbst jetzt, im Winter, auf mehr als 30 Grad im Schatten an – dummerweise kurbeln wir aber in der Sonne. Das ist definitiv nichts für Blasshäutige. Und man bekommt eine Ahnung davon, wie unerträglich heiß dieser Backofen im Juli und August werden kann. Zudem ist der Sand, der unsere Ritzel und Ketten verklebt, so weiß und grell, dass wir das Gefühl haben, auf Schnee zu fahren. Irgendwann hat der Berg ein Einsehen mit uns. Hinter der nächsten Biegung taucht tatsächlich die Passhöhe auf. Endlich haben wir Zeit, die Landschaft ohne Pulsrasen in uns aufzusaugen. Der Kontrast zu den heimischen Alpen könnte größer nicht sein: keine schneebedeckten Gipfel, keine grünen Täler. Stattdessen nahezu vegeta- tionslose Bergketten, Braun- und Beigetöne in allen nur erdenklichen Nuancen und nur gelegentlich ein grüner Tupfer dort, wo Quellen eine Oase entstehen ließen. In der unterge- henden Sonne fügen sich die dicht gestaffelten Bergketten wie ein Scherenschnitt zu einem Gesamtkunstwerk zusammen, wie die Figuren in einem balinesischen Schattenspiel. Während wir andächtig zum Horizont blicken, zieht sich Maaleek seine dicke Wollmütze noch weiter über die Ohren. Schließlich befinden wir uns auf 2.000 Meter Meereshöhe! Und außerdem ist er der Sohn eines Fischers! Die leben bekanntlich an der Küste! Maaleek sieht jetzt aus wie die indischen Touristen, die frierend der Jungfraujochbahn im Berner Oberland entsteigen und das erste Mal den exotischen Schnee anfassen. Wir genießen die Abfahrt im kühlen Abendwind zu unserem Nachtlager – und freuen uns schon auf den Besuch des Viehmarktes von Nizwa, der neben der Hauptstadt Maskat zweitwichtigsten Stadt des Sultanats, am nächsten Morgen. Im Souk bahnen wir uns zuerst einen Weg zu den tief verschleierten Frauen, die Weihrauch verkaufen, diesen für den Oman so typischen Duft, der aus den gleichnamigen Bäumen im Süden des Landes gewonnen wird und wie kandierter Zucker aus- sieht. Peter mit seinen profunden Landeskenntnissen lässt sich vom Gezeter der Verkäuferin nicht einschüchtern. Glaubt man Sultans Übersetzung, dann führt sie der von Peter gebotene Preis für einen Sack Weihrauch schnurstracks in den Ruin. Doch Feilschen gehört zum Geschäft. Sein Gesicht verliert nur, wer es nicht tut. Als wir zum Umschlagplatz für Ziegen, Rinder und Kamele aller Art hinüberwechseln, schaut mir eine Frau hinter einem schwarzen Schleier für einen kurzen Moment direkt in die Augen. Ich stutze, halte ihrem Blick stand – und lächle. Sie lächelt zurück. Oder bilde ich mir das nur ein? Mir gefallen die Omanis immer besser. So relaxed, so unaufgeregt. Die Frau zieht jetzt ihr Handy aus der Tasche, wenig später steigt sie in einen Geländewagen, an dessen Steuer ihre Freundin sitzt. Alice Schwarzer wäre wohl ganz zufrieden mit dieser Szene. Wir sind auch zufrieden, denn am Nachmittag geht’s mit den Landcruisern in die Wüste Wahiba Sands. Die ist zwar nur eine Mini-Ausgabe der riesigen Wüste im Inneren der Arabischen Halbinsel, dem Leeren Viertel. Doch es gibt dort wunderschöne, sichelförmig geschwungene Sanddünen, auf denen man mit einem Bike einen Riesenspaß haben kann – vorausgesetzt, man ist bereit, das grieselige Zeugs angesichts der unvermeidlichen Stürze zwischen den Zähnen, in den Augen und leider auch in den Gehörgängen zu akzeptieren. Aber: Es ist ein gutes Gefühl, nach dem Ausritt mit den Kamelen unserer Beduinen-Gastgeber mal wieder einen richtigen Lenker in den Händen zu haben – mit einer ordentlichen Scheibenbremse und einer Federgabel. Adrian sagt dazu in seiner trockenen Schweizer Art nur: „Technisch ausgereift sind sie nicht, diese Dromedare.“ Abends sitzen wir im Gästezelt der Beduinenfamilie, die Peter vor einigen Jahren per Zufall kennenlernte, als er hier vorbeikam und nach einem Nachtlager fragte. Auch hier geht es entspannt zu. Die Chefin ist eindeutig Selma, nicht ihr Ehemann. Der Schleier der auch ihr Gesicht weitgehend verdeckt, und ihr Körperumfang verleihen ihr, natürliche Autorität. Wir spielen Uno mit ihren Kindern und Enkeln, schütteln zwischendurch Sand aus unseren Radklamotten und freuen uns auf ein erfrischendes Bad am nächsten Morgen in den glasklaren Granitpools eines nahe gelegenen Wadis. Danach wird es noch einmal ernst: Den ersten Teil unserer Trans-Hajjar haben wir hinter uns; jetzt geht es wieder zurück Richtung Küste. Doch inzwischen haben wir uns an das Klima gewöhnt. Wir wissen, wann man Luft aus den Reifen ablassen muss, um im tiefen Sand besser surfen zu können. Und wir wissen auch, dass die Rampen, die uns auf die Hochebene des Östlichen Hajjar hinaufführen, allesamt fahrbar sind. Oben entschädigt uns eine Landschaft für den in Strömen vergossenen Schweiß, die in ihrer Weite und Abgeschiedenheit an Tibet erinnert. So schroff und doch so geheimnisvoll einladend. Die Wolken so nah, als könnte man sie pflücken. Wilde Schluchten mit senkrechten Abstürzen und Wänden. Wer hier die Orientierung verliert, ist hoffnungslos verloren. Irgendwann wird das Knirschen unserer Reifen auf der Sand- und Geröllpiste zu einem fast meditativen Geräusch. Neben dem Pfeifen des Windes ist es der einzige Ton weit und breit. Fast hätten wir es gar nicht gemerkt, als wir über die letzte Anhöhe rollen. Wir blicken auf und sehen – ein Meer aus Blau. Einen azurblauen Himmel, der irgendwo unter uns in einen noch blaueren Golf von Oman übergeht. Es ist, als ob man in einem Korallenriff schnorchelt und plötzlich an die Abbruch- kante getrieben wird, dorthin, wo es jäh nach unten geht, wo die großen Haie lauern und die Kraken – the Big Blue. Allmählich verwandelt sich unser ungläubiges Staunen in Vorfreude. Vorfreude auf eine 2.000-Höhenmeter-Abfahrt der Superlative, die erst dort enden wird, wo das geheimnisvolle Blau beginnt. Nur eineinhalb Stunden später stürzen sich alle in die Fluten, waschen genüsslich die dicken Schichten Staub und Sand von ihren Körpern. Selbst Maaleek lässt sich von den komischen Europäern anstecken, die sich immer gleich halb nackig machen müssen, wenn sie ins Wasser hüpfen. Hose und Hemd lässt er vorsichtshalber an. Jeder weiß: Wer ihn jetzt auslacht, wird es abends bei der nächsten Runde Uno bitter bereuen. Anmerkung von Swiss Bike Tours: Wir passen die Tour jedes Jahr ein Wenig an. So führt der erste Teil der Tour bis nach Nizwa nicht mehr an derselben Stelle durch. Auch den zweiten Teil haben wir angepasst. Selbst Verständlich besuchen wir die Beduinen in der Wahiba weiterhin. Die Pools im Whadi Bani Khalid und das Meer haben wir weiterhin im Programm. Günter Kast

Rita
Reviewed On 17/02/2019
5/5

Von Rampe zur Rampe Endlich Ende Oktober, zwei Wochen ab an die Wärme! Es geht an die südöstliche Arabische Halbinsel Oman, um einen kleinen Teil davon mit dem Bike zu entdecken. Ungläubiges Staunen mit grossen Augen von den Kollegen: Bist du verrückt! Nein, es sind keine 08-15 Ferien à la Vogelwarte Sempach mit Handbändel, nicht unser Ding! Alles verpackt, hoffen, dass nichts vergessen ging, einchecken am Flughaben. Hier treffen wir den Dritten im Bunde von unserer kleinen Truppe, Aly aus Luxenburg, Rolf und ich als Schreibende. Als einzige Frau von dieser Gruppe da bin ich sicher der Besenwagen beim Biken, ging’s mir durch den Kopf, alle Männer sind top fit. Ankunft am Abend in Muscat, zügig haben wir die Visa gekauft und die Zollkontrolle hinter uns gebracht. Mit schnellen Schritten durch die Ankunftshalle wo wir von Peter erwartet wurden. Oh, schön warm ist es hier. Schnell ins Hotel, damit es noch eine Mütze voll Schlaf gibt bevor es endlich los geht. Nach einem reichhaltigen Frühstück lernten wir unsere zwei Fahrer, die Omanis Sultan und Malik, kennen. Zwei tollte Helfer im Hintergrund und wie es sich herausstellte zwei Schlitzohren. Nach der Fahrt raus aus der Stadt Richtung Hajjar-Gebirge bauten wir endlich die Bikes zusammen und los ging’s auf den ersten Schotterpisten. Eine kleinere Tour zum Eingewöhnen, die Sonne brannte vom Himmel und die ersten kleinen Rampen waren auch schon in Sicht. Auf und ab ging‘s im Wadi Sahtan bald ist der erste Zeltplatz erreicht. Wie es sich gehört in einer Anhöhe wurden die Zelte und der Lagerplatz eingerichtet. Die dunklen Wolken am Himmel sorgten für besorgte Blicke Richtung Himmel. Aly redete vom Regen und was passiert wenn man es herauf beschwört: Petrus liess eine kleine Wolke platzen. Tee trinken, Uno spielen nach omanischen Regeln, einander in die Karten gucken. Einfach aber fein essen, so ging dieser erste Tag schnell vorbei. Nach 18.00h wird es dunkel, stockdunkel, ab in die Falle, die ersten Eindrücke verarbeiten und sich freuen auf die nächsten Tage. Morgen essen, Zelte zusammenpacken, parat machen. Los geht’s weiter auf Schotterpisten, ab und zu Teerstrassen „isch o schöa“, nur Aly liebt diese Strassen nicht. Durch kleine Oasen diese grandiose Landschaft geniessen und beim Mittagessen findet Peter sogar fliessendes Wasser in einem kleinen Bach. Man wird sogar nass beim Baden die Fische und Frösche störte es nicht. Relaxen und weiter geht’s. Das nächste Nachtlager in freier Natur, Sonnenuntergang geniessen den haben nicht alle gesehen und einfach nur Sein mit sich und den Sternen. Das Morgenritual bleibt immer gleich, heute ist ein Pass angesagt, Alys Augen fingen an zu glänzen, dies ist seine Welt! Endlich kann er seine Stärke ausspielen, er hat Kondition ohne Ende… Er macht den Weg dreimal bis viermal. Ich bin froh, dass Peter nicht ein zu hohes Tempo anschlug. Da kam ich sogar mit. Halt bei einem Coffee Shop, da lernten wir die die Arabischen Sandwiches kennen und lieben, mhhh, die sind lecker. Wenn es rauf geht geht’s auch wieder runter. Endlich eine Abfahrt die es in sich hat. Zuerst eine schöne Schotterstrasse durch eine grandiose Schlucht, loser Schotter, loser Schotter mit Sand vermischt, tja ist nicht ohne, aber cool. Zwischen Stopp die Aussicht geniessen einfach Wow, eine grüne Oase in Mitten von einer schwarzen Gebirgskette, die muss man gesehen haben einfach, gewaltig. Weiter geht es in Richtung Nizwa, doch zuerst kamen wir durch Al Hamra einer der grössten Oasen im Oman. Die Stadt und Zivilisation hat uns wieder. Teure Autos kurvten durch die Strassen, wir wurden bestaunt, es ist was los hier. Wir besuchten noch eine Touri Attraktion in einer Anhöhe eine kleine Oase Namens Misfat. Hier wird das natürliche Wasser durch die Dorfältesten in einem ausgeklügelten System durch die Oase geleitet. Damit das kostbare Nass nicht verlorengeht. Ankunft im Hotel in Nizwa, wir geniessen die grossen Zimmer. Endlich wieder mal duschen und ein normales Bett. Man lernt die schönen Dinge wieder zu schätzen. Am Abend ist Omanisch Essen angesagt. Wie Sultan und Malik in ihren Dischdascha hockten wir am Boden und liessen es uns gut gehen. Feines Fladenbrot, Reiss, Fleisch, Humus, Salat essen wer will mit den Fingern, was will man mehr. Heute ist Viehmarkt angesagt. Am frühen Morgen herrscht ein emsiges Treiben auf dem Platz. Alles ist auf den Beinen mit ihren Viechern, was vier Beine hat oder fliegen kann. Es wurde gehandelt und die Viecher wechselten ihren Besitzer. Viele Männer in ihrer Omanischen Kluft und ein paar verschleierte Frauen, die haben das SagenAn den tollen Gesichtern der älteren Herren konnte ich mich fast nicht satt sehen. „Dia siand oafach lüüb“! Fotografieren ist hier kein Problem, und wer ein Zoom hat konnte sogar aus einiger Entfernung diese Gesichter einfangen. Durch den Souk streifen, dem bunten Treiben zuschauen, ein Besuch des Fort mit Aussicht von oben, so ging dieser Morgen schnell vorbei. Am Nachmittag war ein Besuch in einer Höhle angesagt, ohne Chef, nur wir drei mit unseren Omanis die gut auf uns aufpassten. Tja ist die Katze aus dem Haus;-) Die Idee mit der Höhle hatten an diesem Freitag noch mehrere Einheimische, warten war angesagt, gibt es noch einen freien Platz im Zug. Wir hatten Glück, kurze Zugfahrt rein in die Tropfsteinhöhle. Leider musste die Kamera draussen bleiben, es hätte schöne Fotos gegeben. Ein toller Tag ging mit einem feinen Essen wie könnte es anders sein zu Ende. Wir lernten Lulu kennen, ein grosses Einkaufszentrum hier gibt es einfach alles. Für die Einen war einkaufen angesagt, für die nächsten Bike Tage in der Pampas, die anderen steiften im Einkaufzentrum umher. Weiter ging die Fahrt an den Rand der Wahiba wo wir ein anderes Transportmittel kennen lernten: Die Kamele, es sind aber eigentlich Dromedare „koa Detail“ ist das Motto. Nach einem kurzen Ritt auf diesen Schiffen kamen wir bei unserem nächsten Nachtlager an. Eine Beduinenfamilie nimmt uns für eine Nacht auf, Mama Salma ist die Gastgeberin. In der Palmwedelhütte mit Teppichen ausgelegt wird geplaudert bei Kaffee und Datteln. Die Uno Karten wurden ausgeteilt und die Jungmannschaft der Beduninensippschaft macht eifrig mit. In der Frauenecke draussen im Schatten sah man keine Spielsachen der Kinder, Fantasie war angesagt, die Kinder zeichneten im Sand, Steine in der Hand verstecken für was braucht man 13 Spielplätze. Hinauf geht’s auf die Dünen, barfuss im warmen Sand. Malik und Sultan durften für ein Fotoshutting herhalten mit starken Farben im Hintergrund. Später wurde der Sonnenuntergang bestaunt. Feines Essen unter Sternenhimmel die Ruhe geniessen, schlafen im Palmwedel Haus. Einfach ein tolles Erlebnis. Baden in einem Granitpool war heute angesagt, Peter hat nicht zu viel versprochen. Im warmen Quellwasser in einer tollen Umgebung plantschen wir umher und liessen uns sonnen. Nur der Sprung von der Brücke wagte niemand, gereizt hat’s einen schon, was soll‘s. Zum Glück wurden wir auf den Pass chauffiert damit wir die Bikes wieder startklar machen konnten. Nach einer Abfahrt ging es weiter an die Ausläufer der Wahiba ins nächste Tal von Dromedaren am Rand bestaunt. Nun wird es streng selber den besten Weg suchen im sandigen Untergrund. Du denkst, du hast festen Boden unter dem Rad… denkste, wieder eingesoffen. Ich gebe es zu dies ist nicht mein Ding. Wie immer ein tolles Nachtlager bei den Dünen. Man konnte nochmals so richtig den Sand spüren auch zwischen den Zähnen. Am Morgen wurden die Bikes von den Dromedaren bestaunt. Sie diskutieren, was ist besser 26er oder 29er Zoll, Schlauch oder Tubeless. Ich glaube, die haben bei meinem Bike mit ihrer feinfühligen Schnauze „glüftlet“. Nach einer kurzen Sandfahrt endlich Teerstassen unter den Rädern, die Ebene ein flottes Tempo wurde angeschlagen zum Glück kann man Windschatten fahren, das heisst die Männer voraus. Das Wadi Khabba kommt langsam näher wir sind nicht mehr weit vom nächsten Nachtlager entfernt welches wir mit mehreren Dromedaren teilten. Glück hatte wer sein Zelt nicht im Sandbad der Dromedare aufstellte. Man hörte sie in der Nacht umhertappen, hörte ihr Wiederkäuen. Am Morgen assen sie mit uns Morgenessen, sie knapperten im Stachelgebüsch und wir unser Müsli. Die berühmt berüchtigten drei Rampen stehen auf dem Tagesprogramm. Doch zuerst muss noch das Tal bezwungen werden, ging gar nicht so schlecht. Nun steht die erste Stufe an, lets go, war gar nicht so schlimm! Die Zweite folgt sogleich „du magscht no“ und da wir im Flow sind bezwingen wir die Dritte zu Fuss, es ist einfach zu steil! Doch die tolle Umgebung entschädigt einen für alle Strapazen. Pause unter einem Baum bewaffnet mit Steinen um die Ziegenherde abzuhalten uns zu nahe zu kommen. Erholt ging’s weiter es sind noch ein paar Rampen mit ewigen Auf und Ab zu bewältigen, mit denen habe ich echt nicht gerechnet. Die letzten Höhenmeter und Kilometer stehen auf dem Plan, mental richtig eingestellt geht es hoch bis auf 2050m über Meer. Stolz über das Erreichte, noch ein letzter wehmütiger Blick auf die grandiose Landschaft zurück. Es läuft mir gut, sogar sehr gut. Bei der flowigen Weiterfahrt mit auf-und ab forderte ich unser Bergfloh Aly heraus. Doch danach war bei mir die Luft draussen ich hatte Hunger, die Höhenmeter forderten ihren Tribut. Kein Problem unsere zwei Fahrer hatten noch Zwischenverpflegung im Fahrzeug. Frisch gestärkt fuhren wir wie die „Pickta“ die Abfahrt dem Meer entgegen. Man hörte es überall her juchzen, es war der Hammer. Aufwärts Fun, runter Rock n‘Roll. Unten angekommen, voller Freude, ein breites Grinsen im Gesicht von einem Ohr zum andern. Die Biketage waren ohne Unfall nur mit drei Platten über die Bühne gegangen. Doch der Vorteil von Tubeless hat sich klar gezeigt. Chillen war angesagt, Zeltlager mit Ausblick aufs Meer an vorderster Front, wo kann man dies erleben? Direkter Weg ins warme Meer vom Golf von Oman. Sonnenaufgang, man muss nur den Kopf aus dem Zelt strecken. Aly ist nicht nur ein Bergfloh sondern auch ein begeisterter Schwimmer, so weit, dass Malik und unser Guide zu einem unfreiwilligen Spaziergang entlang dem Stand kam. Aly nicht mehr sichtbar im Meer, Fischfutter? Nein, Entwarnung, er hat nur die Klippe umrundet. Alles im grünen Bereich. Die Bikes verpackt, die Zelte endgültig abgebrochen heisst uns das Grand Hyatt in Muscat willkommen. Tolle Anlage im Diplomatenviertel. Fotoverbot für Aly. Verspielte Architektur schöne Poolanlage mit direktem Beachzugang. Nun gibt es kein Halten mehr, das Meer und die Beach ruft. Der letzte Tag im Oman, früh munter, raus an die Beach, beobachten was ab geht. Die Omanis flanierend, spazierend, joggend sich bewegen, grüssend vorbeigehend. Was sehen meine Augen ein Beachvolleyballfeld wird aufgestellt. Nein, zuschauen geht nicht! Zum Mitmachen wurde ich aufgefordert. So kam ich noch in Genuss von einer Spielstunde. Zum Glück gibt’s im Hotel einen Seiteneingang, voll Sand und total verschwitzt konnte ich mich ins Zimmer schleichen. Der Z’Morga schmeckte nun umso besser. Die letzten Stunden im Oman sind angebrochen, nachdenken, was für ein Land, was für ein Volk. Sehr freundliche, zurückhaltende Omanis, als Frau fühlt man sich sehr wohl. Ja, von den Omanis könnte man eine Scheibe abschneiden für den Rest der Welt. Die Welt würde um einiges freundlicher aussehen. Abschied von Malik und Sultan zwei ganz tollen Menschen. Ich sage einfach shukran an Peter, dass er es versucht hat, uns dieses Land näher zu bringen. Rita

Birgit Kley
Reviewed On 17/02/2019
5/5

Du fährst als Frau zum Biken in den Oman??? Das ist doch ein arabisches Land! Da dürfen Frauen doch nicht mal Auto fahren. Musst Du da in der Abbaya auf’s Rad steigen? Und im Restaurant eine Burqa tragen? Bist Du sicher, dass es da auch sicher ist? So oder so ähnlich lauteten die Kommentare von Freunden, Kollegen und Verwandten als sie von meinen Plänen hörten, mich über den Jahreswechsel 2016 einer Biketour mit Peter Wermelinger durch den Oman anzuschließen. Das Land, welches uns tatsächlich erwartete, besitzt eine uns zwar fremde Kultur, ist aber gleichzeitig voller faszinierender Landschaften und gastfreundlicher und respektvoller Menschen. Hinter einem sehr schmalen Küstenstreifen türmen sich direkt die 2000 Meter hohen Felsen des Hajjar Gebirges auf, welches das Land durchzieht. Trifft man an der Küste noch Städte voller Leben – schon Sindbad der Seefahrer hisste hier die Segel und Generationen von Sultanen lassen bis heute schmuckvolle Moscheen bauen – so ist das trockene und felsenreiche Hinterland nur spärlich besiedelt und wenig erschlossen. Perfektes Bikegelände also, wenn man sich gut auskennt… Und genau das tut Peter, der diese Reise nun schon viele Jahre anbietet und gern auch selbst und mit viel Leidenschaft führt. Begleitet werden wir von zwei Omani, welche die Toyota Landcruiser fahren, sich liebevoll um unser leibliches und seelisches Wohl kümmern und mittlerweile perfekte Uno-Kartenspieler geworden sind. Biken im Oman, das ist ein Abenteuer, welches von einigen grossen „S“ geprägt wird: 1. Sonne – Sonnenschein wird in den Staaten, welche an den Golf angrenzen, ganzjährig garantiert. Bloss gut für uns, dass die Temperaturen im Dezember/ Januar für hiesige Verhältnisse mit 24-30 Grad eher mild sind, denn in den Sommermonaten steigt das Thermometer bis auf 50 Grad. 2. Sand – Der Oman beherbergt einen grossen Teil des sogenannten „Empty Quarter“ (das leere Viertel), einer riesigen Sandwüste, welche sich über Abu Dhabi bis nach Saudi Arabien erstreckt. Die Wüste bietet uns die Möglichkeit, für einen Tag vom Velosattel aufs Kamel umzusteigen und den Sonnenuntergang von den hohen Sanddünen in Wahiba Sands aus zu geniessen. 3. Steile Berge – Eine Mountainbiketour ohne Anstiege wäre nur eine halbe Sache. Manche der hiesigen Rampen sind allerdings echt steil, aber zur Not kann man ja schieben. Aber alle Anstrengung wird belohnt, denn wer mal bis auf 2000 Meter Höhe gekommen ist, wird mit grandiosen Ausblicken über die Gebirgspässe belohnt. Und darf sich danach auf eine Abfahrt bis auf Meereshöhe freuen. 4. Süsse zottelige Tiere – Ziegen, Schafe, Esel, und nicht zuletzt natürlich Kamele begegnen uns im ganzen Land. Sie sind stets freundlich, manchmal neugierig und nur selten stören ihre Laute unsere Nachtruhe. Auch der Viehmarkt in Nizwa, wo freitags diese zotteligen Vierbeiner zum Kauf angepriesen werden, ist einen Besuch wert. 5. Süsswasser – Der Oman ist bekannt für seine Wadis, das sind Flussbetten, welche häufig auch kristallklares Wasser führen. In manchen Wadis – wie dem Wadi Bani Khalid – kann man zwischen riesigen Felsbrocken und unter Palmen schwimmen. Das ist bei all den Nächten im Zelt und ohne Dusche angenehm. 6. Salzwasser – Salzwasser gibt es natürlich zur Genüge in einem Land, welches ca. 1200 km Golf- bzw. Ozeanküste besitzt. Ein Höhepunkt unserer Reise ist die letzte Campingnacht, in der wir unsere Zelte direkt am Tiwi Strand aufschlagen. Das Rauschen der Wellen wiegt uns in den Schlaf und am Morgen blicken wir direkt in den Sonnenaufgang. 7. Sterne – Wer in abgelegenen Gebieten zeltet hat wenig Lichtverschmutzung der Städte zu befürchten. Das sind perfekte Voraussetzungen für Sternbeobachtungen. Sternklare Nächte vom Feinsten lassen uns alle wünschen, wir hätten in der Astronomie Stunde in der Schule besser aufgepasst. 8. Salam Aleykum oder Shukran – ein ganz klein bisschen Arabisch haben wir auch gelernt und das erfreut die Einheimischen, denen wir begegnen ungemein. Im Gegenzug wurden wir stets freundlich willkommen geheissen und durften die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Omanis sehr geniessen. Unsere Gruppe bestand nur aus 5 Teilnehmern, doch wir waren uns einig: Der Oman bietet noch unberührte Landschaften, authentische Kultur und Menschen, die Touristen als Gäste willkommen heissen, und ist definitiv eine Reise wert. Birgit Kley

Myriam
Reviewed On 17/02/2019
5/5

Reisebericht Oman – mit Swiss Bike Tours auf den Spuren der Shauiis – vom 25.12.16 -7.1.2017 Zwischen Weihnachten und Neujahr mal verreisen und die freien Tage statt im Nebel- und Nieselwetter an der Sonne und beim Bike Sport zu verbringen und dabei noch eine andere Kultur kennenlernen, ja so verlockend klingt das Angebot “Oman Reise” von Swiss Bike Tours. Habe ich doch in den letzten Monaten schon einige tolle Erfahrungen mit den Zürioberländern gemacht, sei’s mit Technikkurs, Bike Weekend oder der Ladies Bike Woche im Südtessin, entschliesse ich mich kurzfristig mitzureisen. Am frühen Morgen des Weihnachtstags geht’s los mit dem Check-in bei Etihad. Meine Biketasche hat 4kg Übergewicht, doch der nette Herr vom Check-In macht mir ein Weihnachtsgeschenk und ich muss keinen Zuschlag bezahlen – vielen Dank! Nachdem alle Biketaschen beim Sperrgutschalter abgegeben sind, trinken wir mit Elvira, einer Mitarbeiterin von SBT, die uns beim Check-In begleitet, noch einen Kaffee und bald geht’s zusammen mit Janine, Urs und Francesco auf die Reise. Der Flug in der Boeing 787 ist sehr angenehm. Film schauen, Lesen und das Festtagsmenue geniessen – schon landen wir in Abu Dhabi. Hier treffen wir auf Birgit, die seit einigen Monaten im arabischen Emirat lebt und arbeitet. Mit einer kleineren Maschine geht’s weiter und nach einer guten Stunde kommen wir in Muscat an. Nach Visumkauf, Einreise und weiterem Sicherheitscheck treffen wir auf Peter, unseren Guide und Reiseleiter, der uns zusammen mit Malik und Sultan, die uns als Fahrer der beiden 4WDs begleiten werden, abholt. Angekommen in einer anderen Welt, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles ist in Weiss und beige gehalten, die Gebäude und auch die traditionelle Dishdash, welche die vielen Omanis tragen, die rund um den Flughafen weilen und uns nett begrüssen. Nach einem kurzen Transfer kommen wir im Ibis Hotel an. Obwohl in Muscat schon Mitternacht ist, kann ich nicht einschlafen, viel zu aufgeregt bin ich. Entsprechend müde erscheine ich am nächsten Morgen beim Frühstück. Doch die Müdigkeit verfliegt schnell, denn nun heisst es Bikes auspacken, zusammensetzen und die Autos beladen. Ich bemühe mich hierbei etwas zu assistieren, bin aber froh, muss ich nicht aufs Autodach klettern – I’m impressed, Peter! Nachdem alle Bikes, Matratzen und Taschen auf den Dachträgern fixiert sind, geht’s von Muscat Richtung westliches Hajjar-Gebirge. Unterwegs geniessen wir unser erstes Biryani und feinen Mango Saft. Nach Tanken, Wasser und Essen für die nächsten Tage Einkaufen fahren Sultan und Malik die vollgepackten Autos in die Wüste. Auf einem Parkplatz von einem Spital und einer Moschee angekommen, setzten wir uns erstmals aufs Bike. Eine kurze Etappe führt uns zu unserem ersten Nachtlager. Wie wir lernen, ertrinkt man in der Wüste eher, als dass man verdurstet. So ist es wichtig, dass wir die Zelte jeweils auf einer Anhöhe aufstellen. Das erste Nachtessen unter dem Sternenhimmel folgt und nach wenigen Runden Uno verschwinden wir in den Zelten. In der Dämmerung kriechen wir am nächsten Morgen aus unseren Zelten, der eine oder andere verschwindet mit Klo-Papier und Streichhölzern hinter einem grossen Stein oder Busch – ja so geht das in der Wüste. Malik und Sultan haben schon das Morgenessen bereitgestellt. Tee, Kaffee, Müesli, Fladenbrot mit Nutella – das gibt viel Energie für den Tag. Als es die ersten Sonnenstrahlen über den Berggipfel schaffen, fahren wir auch schon los. Auf Schotter geht’s mehrheitlich flach durchs Wadi und bald treffen wir die ersten Kamele. Die wissen nicht so recht, ob sie für unsere Fotosession posieren sollen oder davon laufen. Schnell kommen sie nicht voran, sind doch ihre Vorderbeine zusammengebunden. Beim Mittagshalt lernen wir die erste Ziegenherde kennen. Die Tiere sind unglaublich neugierig und fressen alles. Rüstabfälle, ausgepresste Limetten hälfen, den Rest von unserem feinen Salat sowie ganze Teebeutel mitsamt Metallklammer, Faden und Papier. Nach einem Mittagschlaf im Schatten eines grossen Baums nehmen wir die restlichen Kilometer in Angriff. Plötzlich erscheinen mitten in all den Steinen, Palmen und Schilf – Zeit für eine Fotosession. Peter und Birgit zücken ihre grossen Kameras. Auf den letzten Meter vor dem Nachtlager werden auch die die Fahrer der 4WDs herausgefordert, sehr unebenes und steiles Gelände ist zu bezwingen. Umgeben von Steinen, Bergen und wenigen Bäumen stellen wir unsere Zelte auf. Malik trägt mal meinen Helm mitsamt Kamera Probe. Nur aufs Whaka traut er sich dann doch nicht. Nach dem Nachtessen spielen wir Uno nach Arabischen Spielregel – Malik und Sultan schummeln gekonnt. Am nächsten Morgen werden wir von einer vorbeiziehenden Herde Ziegen geweckt. Zwei ganz neugierige Tiere bleiben erstmal in unserer Nähe und machen sich über die Resten vom Znacht und Frühstück her. Die heutige Bike Etappe beginnt gleich mit einem steilen Anstieg, aber es lohnt sich, die Aussicht da oben ist einfach traumhaft. Rauf und runter geht’s heute immer mal wieder. Beim Mittaghalt findet Peter sogar fliessendes Wasser. So dürfen zuerst die Ladies und später die Herren ein Bad im Naturpool nehmen. Danach duften wir alle herrlich nach Lux Seife. Nach ein paar weiteren Rampen durchfahren wir eine Oase – wunderschön diese Palmen – und radeln wir auf einer Teerstrasse unserem Nachtlager entgegen. Wenige Meter weg von der Strasse, auf einer ruhigen und abgeschiedenen Anhöhe stellen wir unsere Zelte auf. Die 4. Etappe sollte die bisher längste werden. Zuerst sammeln wir auf Teer schnell etliche Kilometer und früh gibt’s Pause in einem Coffeeshop. Hier lernen wir auch die Arabische Sandwiches kennen – sind die fein! Es gibt sie in den Varianten vegi, egg, chicken und lamb. So hat’s für jeden Geschmack etwas dabei. Entlang der Strommasten geht’s durch tiefen Schotter und Sand. Nach einer tollen Abfahrt ist Mittagshalt angesagt, ein weiteres arabisches Sandwich gibt Energie für die restlichen Kilometer. Raus aus der Wüste landen wir parallel zur Autobahn auf einem Parkplatz. Die Bikes werden verlanden und mit den Autos geht’s nach Bahla ins Hotel. Wir freuen uns über die ausgiebige Dusche und geniessen den Ausflug nach Al Hamra, wo wir das Nachessen einnehmen – Biryani natürlich. Auf dem Rückweg ins Hotel ist noch eine Fotosession angesagt. Die Sultan Qaboos Moschee von Bahla ist nachts wunderschön beleuchtet und erstrahlt in Gold. Angekommen im Hotel spielen wir noch ein paar Runden UNO. Langsam aber sicher durchschauen wir die Tricks unserer beiden Freunde – jaja, ich weiss jetzt, dass ‘asfar, gelb, ‘achmar, rot, ‘azraq, blau und ‘akdhar, grün heisst. Und wenn Sultan oder Malik von ‘arba reden, ist klar, dass der Nachbar bald vier zusätzliche Karten ziehen muss! Aber übel können wir das Schummeln den beiden Schlitzohren nie nehmen, nennen sie uns Frauen doch gleich wieder “habibi”. Am nächsten Morgen ist früh Tagwacht. Nach Gepäck und Bikes verladen, geht’s nach einem kurzen Frühstück nach Nizwa auf den Viehmarkt. Das muss man einfach gesehen haben – auf dem Marktplatz werden Ziegen, Schafe, Rinder, Hühner, Tauben zum Verkauf angepriesen. In den Markthallen gibt’s alles Mögliche zu kaufen wie Tontöpfe, Waffen, aber auch Gemüse, Früchte, Fleisch und Fisch. Nach einem Espresso besichtigen wir das Fort von Nizwa. Die Aussicht von oben ist gigantisch – ein toller Ausblick auf die Palmen und edlen Häuser, das Minarett und den Jebel Akhdar. Später geht’s zum Shopping im LuLu, einem grossen Einkaufszentrum. Hier gibt es einfach ALLES – so auch Lindt Excellence Schokolade mit Fleur del Sel. Die Herren unserer Gruppe haben nun einen Termin beim Barber. Wir Mädels dürfen Fotos machen und Filmen, aber in den Genuss von Gesichts- und Kopfmassage kommen wir nicht. Dafür reisen wir nun in Begleitung von fünf rausgeputzten Herren, die gleich mehrere Jahre jünger wirken. Die nächste Station ist Al Qabil, wo wir eine weitere Nacht im Hotel verbringen werden. Ein Highlight ist das türkische Restaurant in der Nähe von Ibra, Sultan’s Heimat. Hier lernen wir die Dimensionen von Portionengrössen kennen. Vor allem Francesco’s “medium plate” könnte eine ganze Familie ernähren. Falafel, Hummus, Chicken, Lamb, Fladenbrot, türkisches Brot und Gemüse – so viel schaffen auch wir Sportler nicht. Tags darauf fahren wir mit vollbeladenen Autos in die Wahiba Sands zu Mama Salma. Die Farben in den Sanddünen sind gewaltig – ein so blauer Himmel hab ich wohl noch nie gesehen. Hier warten endlich die Kamele auf uns. Nach ein paar Fotos von und mit den Tieren, sitzen wir auch schon mehr oder weniger locker im Sattel. Mein Baby-Kamel jammert unterunterbrochen und das Leitkamel nutzt jede Gelegenheit um sich eine Zwischenverpflegung in Form von einem Dornenbusch zu genehmigen. Wieder sicheren Sand unter den Füssen, setzten wir uns ins Palmwedelhaus und geniessen den Gewürzkaffee von Mama Salma. Bald bin ich umzingelt von den Beduinenkinderern. Wir schenken ihnen Bleistifte und Schulhefte und schreiben die Arabischen Buchstaben und Zahlen auf. Von nun an werde ich von Malik und Sultan nur noch “Mama Maryam” genannt. Vor allem ein Junge ist sehr anhänglich und begleitet uns später auf die Sanddünen, wo wir den Sonnenuntergang bestaunen. Hier entstehen einige tolle Fotos, Springbilder, Licht- und Schattenspiele. Auch wenn’s der Silvesterabend ist, nach dem Nachtessen auf dem Teppich – wir sind inzwischen gut gedehnt und sitzen problemlos im Schneidersitz – Uno spielen und in die Sterne schauen, kriechen wir bald in unsere Schlafsäcke, die einen im Palmwedelhaus, die andern unter freiem Himmel. Im neuen Jahr gehen wir früh los – wollen wir doch noch vor dem Touristenstrom im Wadi Bani Khalid ankommen und dort Baden. Herrlich sind diese Granitpools mit 25°C warmem Wasser in Mitten von Palmen. Wiederum waschen wir uns mit Luxseife. Nach einem arabischen Sandwich oder Biryani und Cola sind wir gestärkt für die nächste Bike Etappe. Wir fahren durch den Sand zum nächsten Nachtlager. Hier müssen wir aufpassen, dass wir unsere Zelte nicht auf die Sandplätze, in denen sich die Kamele gerne wälzen, stellen und auch vor Skorpionen sollten wir uns in Acht nehmen. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den Kamelen, die in unserer Nähe die Nacht verbracht haben und fahren mehrheitlich auf Schotter und Teer weiter. Nach einer rasanten Abfahrt gibt’s Mittagshalt in einem Coffeeshop, wo uns ein interessierter Omani anspricht und wissen will, woher wir kommen und wohin wir gehen. Sogar ein Selfie macht er mit uns. Nach ein paar Rampen in der Mittagshitze kommen wir schon bei unserem nächsten Schlafplatz an. Die Kamele wollen heute nicht bei uns bleiben und verziehen sich schnell. Heute geht’s ins östliche Hajjar Gebirge – rauf und runter und rauf bis auf 1500 m.ü.M. wo wir einen frischen Salat geniessen. Die Ziegen merken sofort, dass hier was zu holen ist und hätte Peter nicht Steine nach den Tieren geworfen, wären sie wohl schnell ins Auto gestiegen. Nach einer tollen Abfahrt kommen wir bei den Shauiis an. Es dauert nicht lange und wir sind umzingelt von den Shauii-Kinder. Vor allem der “teacher” ist gefragt. Peter verteilt Orangen, Schulhefte und Farbstifte und versorgt sogar noch eine Wunde, die sich der Dorfälteste an der Hand zugezogen hat. Malik und Sultan fangen an, die Kartoffel zu schälen und raffeln. Ja genau, es gibt heute Rösti – und das mitten in der Wüste. Das gibt’s bestimmt nur bei Swiss Bike Tours. Wir lassen uns das knusperige Mahl schmecken. Schlafen tun wir hier mehr schlecht als recht. Wenn nicht die Esel schreien, dann kräht sicher der Hahn. Früher als geplant haben wir gefrühstückt, die Zelte abgebaut und alles verpackt. Wir verabschieden uns von den Shauiis und nehmen die omanischen Rampen in Angriff. Auch wenn die Strassen breit sind, es ist gar nicht so einfach diese Steigungen im Steinmehl zu bezwingen. Egal, schiebend oder fahrend, wir kommen alle gut auf 2000 m.ü.M. an und geniessen die tolle Aussicht. Jetzt geht’s nur noch runter – tendenziell auf jeden Fall, mit ein paar Gegensteigungen. Auch ein paar wilde Esel laufen mit uns mit. Das Gelände ist genau meines – etwas fordernd wegen den Steinen und dem Steinmehl, aber breit genug, so das ich Tempo aufnehmen kann. Wohl werde ich etwas zu übermütig – ein Fahrfehler wird sofort bestraft – bremse zu stark in einer Kurve und lande kopfüber im Sand. Nach dem ersten Schreck kann ich aber zum Glück aufstehen und hinter mir kommen schon Peter und Birgit angeradelt und befreien mich vom Sand und Staub. Ich sehe jetzt aus wie ein Shauii-Girl. Schürfwunde gesäubert, gewaschen mit Mineralwasser und mit einer Voltarentablette versorgt, kann ich weiterfahren – etwas verhalten, aber immer in der sicheren Spur von Peter. So fahren wir runter ans Meer. Leider trifft es Janine auf der Abfahrt härter. Sie muss nach einem Sturz im Spital von Sur versorgt werden. Aber zum Glück kann auch sie zurück zu unserem letzten Zeltlager direkt ans Meer kommen. Birgit und ich nehmen im Dunkeln ein Bad im Meer an der Tiwi Beach. Es ist herrlich, die Fische sieht man springen, sie fluoreszieren hier. Danach dürfen wir unter die Mineralwasser-Dusche – zwischen den Autotüren spannen Malik und Peter Zeltplachen und mit Mineralwasser können wir uns perfekt waschen. Ich hab zwar immer noch Sand in den Ohren, aber immerhin rieche jetzt ich besser als ein Shauii-Girl. Letztes Erwachen im Zelt und den Sonnenaufgang über dem Meer bestaunen – so beginnt der kommende Tag. Nach dem Frühstück ist noch genügend Zeit für ein weiteres Bad im Meer. Dann packen wir alles zusammen und beladen die Autos. Nach Zwischenstopp beim Barber fahren wir nach Muscat zu Malik’s Haus, wo wir von der ganzen Familie begrüsst werden. Die Autos werden geleert und die Fahrräder auseinandergebaut und verpackt. Die Kette bleibt gleich hier – Gewicht sparen! Jetzt geht’s ins Grand Hyatt. Äusserst freundlich werden wir begrüsst, das Gepäck wird aufs Zimmer gebracht und im riesigen Badezimmer geniesse ich die ausgiebige Dusche und spüle mir den restlichen Sand aus den Ohren. Frisch und sauber angezogen mach ich mich auf einen Rundgang durchs Grand Hyatt. Von lauter Gold und Glitzer komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Abends werden wir von Sultan abgeholt und wir besuchen den Souq in Mutrah, wo uns Peter sicher an den Touristenfallen vorbeiführt. Wir kaufen bei den Einheimischen die richtig guten Sachen – Kaschmirschals und Gewürze. Das Nachtessen geniessen wir beim besten Inder der Stadt – bei Woodlands. Hier gibt auch ein Bier! Heute verlässt Sultan unsere Gruppe und fährt heim nach Ibra. Nach einem Schlummertrunk gehen wir für einmal spät ins Bett – tief und fest schlafe ich im grossen Hotelbett. Am Morgen lädt das Grand Hyatt zu ausgiebigem Frühstück im Freien. Wir nehmen uns viel Zeit dafür. Später geht’s zum Strand. Birgit und ich geniessen den hohen Wellengang. Erst als ich genug Salzwasser geschluckt habe, kann ich mit dem Wellenhüpfen aufhören. Im Liegestuhl an der Sonne geniessen wir einen ruhigen Nachmittag und genehmigen uns einen Drink und einen Snack an der Poolbar, begleitet von den “Bravo Hits 1994” in voller Lautstärke. Nicht gerade der passende Soundtrack in einem 5***** Hotel. Nach einer weiteren Dusche und fertig packen lassen wir uns ein letztes gemeinsames Abendessen schmecken. Während Urs, Janine und Birgit noch eine weitere Nacht in Muscat verbringen, mache ich mich zusammen mit Francesco und Peter auf den Weg zum Flughafen. Malik fährt uns. Und sagt – bye, bye “Mama Maryam”. Wir sind schon ein bisschen traurig, dass die gemeinsame Zeit schon vorbei ist. Es folgt der Sicherheitscheck, Checkin bei Etihad – diesmal bringt mein gesamtes Gepäck 40kg auf die Waage, wieviel das Velo alleine wiegt, interessiert hier niemanden. Nach Ausreise und weiterem Sicherheitscheck fliegen wir nach Abu Dhabi. Hier wechseln wir das Gate und es wartet auch schon die Maschine, die uns nach Zürich bringt. Beim Boarding bringt mein Ticket den Scanner zum roten Aufleuchten. Oje, was ist jetzt los, denke ich. Aber die nette Dame von Etihad streicht meine Sitzplatznummer durch und schreibt 7E drauf und sagt “you are upgraded to business class”! “ Wow, thank you!” sage ich. Ja, daran könnte man sich gewöhnen. Nach einem Limetten-Minze-Saft schlafe ich ein paar Stunden auf der komfortablen Liege, bis mich der nette Steward weckt und mir ein Gourmet-Frühstück serviert – inklusive frischer marokkanischer Minze Tee. Am frühen Samstagmorgen laden wir in Zürich, wo uns ein Kälteschock – Temperaturdifferenz zu gestern ist fast 40°C – erwartet. Das waren zwei unglaublich intensive, faszinierende Wochen! An die Eindrücke, Farben und Gerüche werde ich mich noch ganz lange erinnern – und wer weiss, vielleicht bald zurückkehren! Shukraan jazilaan! Peter und Swiss Bike Tours, Ihr habt ein unvergesslich Erlebnis möglich gemacht!

Ladina & Stephan
Reviewed On 17/02/2019
5/5

Wir geniessen die letzten Sonnenstunden und fliegen dann bereichert und dankbar für die Zeit in diesem Land nach Hause! Du hast es uns näher gebracht und von einer einzigartigen Seite gezeigt. SHUKRAN für alle! Ladina & Stephan

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Angebot Durchführungsdaten Angebots-Status Kann ich buchen? Preis pro Teilnehmer inkl. MWST  
1. November 2020 - 14. November 2020
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